„Gesunde Mitarbeiter, gesunder Betrieb!“

Elisabeth Pfattner ist Verwaltungsleiterin und Personalleiterin bei APPARATEBAU.

Sie kommen schon strahlend zum Interview und man kennt Sie generell als sonniges Gemüt - wie machen Sie das?

Ich freue mich, dass das so gesehen wird, danke dafür! Jeder ist seines Glückes Schmied und ich bemühe mich stets, ein guter Schmied zu sein (lacht). 

Sie sind Personalleiterin für 125 Personen bei APPARATEBAU. Die Fluktuation ist äußerst gering, woran liegt das?

Dass die Menschen sich bei uns wohlfühlen, liegt sicher daran, dass wir ein nachhaltiges Personalmanagement führen. Wir haben sehr viel hochqualifiziertes Personal und wenn ich neben einem interessanten Aufgabengebiet auch die richtigen Rahmenbedingungen biete, dann sorge ich nicht nur für Wohlbefinden, sondern auch dafür, dass das Know-how im Betrieb bleibt, gewinne an Loyalität und Einsatzbereitschaft.

Es geht um Menschlichkeit?

Ja, ich glaube schon, dass es sehr entscheidend ist, welches Menschenbild ein Unternehmen hat. Da unser Unternehmen langfristige Ziele verfolgt, muss ich auch ein nachhaltiges Personalmanagement leben.

Leben Sie im Beruf ein persönliches Motto?

Es ist nicht wirklich ein berufliches, aber mir gefällt das Motto "Bleib wie du bist, alle anderen gab es schon!" Die Fähigkeiten der Menschen dürfen nie isoliert vom Gesamtwesen betrachtet werden und jeder ist ein Individuum mit Stärken und Schwächen. Meine Aufgabe sehe ich darin, die Stärken zu fördern.

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Job?

Oh ja. Ich war in einer kleinen Buchhandlung angestellt und da für wirklich gar alles zuständig, was anfiel: eine wichtige Erfahrung, denn ich habe auch heute noch keine Berührungsängste mit jedweder Arbeit und jedwedem Thema. Das kommt mir in meinem Aufgabenbereich sehr zugute.

Die größte Errungenschaft?

Leichtigkeit zu spüren. Die Dinge, die wir tun, dürfen uns nicht schwerfallen. Ich habe meine Kommunikationsfähigkeit geschult, kann Zielsetzungen besser vermitteln, habe mir ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut.

Was machen Sie denn, wenn Sie mal nicht Personalleiterin sind und Zeit für sich haben?

Ich lese sehr gern und bilde mich weiter. Meine Freunde sind mir auch sehr wichtig, die Familie sowieso.

Sie vergessen den Sport: Wir kennen Sie als engagierte Läuferin!

Gesundheit ist mir ein Anliegen, ja! Auch jene der Mitarbeiter. Manchmal werde ich gefragt, ob die vielen Maßnahmen, die wir als Unternehmen dafür ergreifen, negative Kostenfaktoren sind. Aber wenn es um Investitionen in die Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitssicherheit, Fortbildung und Gesundheit geht, dann amortisieren sich die Kosten langfristig und tragen Früchte. Wie viel mehr würde mich ein Mitarbeiter, der nicht zufrieden und gesund ist kosten? Sehen Sie? Die Rechnung geht auf.